Geografische Lage: Das in seinem nördlichen Teil von der Türkei besetzte Zypern ist die drittgrößte Mittelmeerinsel und liegt 65 km vor der türkischen Küste. Die Nord-Süd-Erstreckung beträgt 96 km, die West-Ost-Ausdehnung ca. 224 km. Auf den zypriotischen Teil der Insel entfallen 59 %, auf den türkisch besetzten 37 % der Fläche in Bezug auf die geografische Lage; die übrigen 4 % sind UNO-Pufferzone, die zur Wahrung des Friedens auf Zypern eingerichtet wurde.
Die Insel gliedert sich landschaftlich in die küstenparallele Kalkstein-Gebirgskette des Pendadhaktylos (Kyrénia-Gebirge) im Norden mit der Halbinsel Karpasia, in die zentrale Ebene Mesaoria und in das vulkanische Tróodos-Gebirge, dessen höchste Erhebung in der Natur auf Zypern der
Olympus (1951 m) ist. Es wird in der Landschaft auf Zypern im Süden von einer schmalen Küstenebene gesäumt. Im Nordwesten erhebt sich in der Landschaft auf Zypern das Akámas-Gebirge. Geologisch ist die Natur auf Zypern ein Teil des Taurus-Faltengebirges in der Türkei. Teile des Tródos-Gebirges bestehen aus Lavagestein; periodisch auftretende Erdbeben zeigen, dass tektonische Hebungsvorgänge noch nicht abgeschlossen sind. Steilküsten umgeben nahezu die gesamte Insel; Sandstrände erstrecken sich vor allem im buchtenreicheren Süden und Südosten.
Das Tródos-Gebirge ist das Hauptquellgebiet der zahlreichen Flüsse und Bäche der Insel Zypern. Um ganzjährig Wasser in ausreichender Menge für die Trinkwasserversorgung und den Bewässerungsfeldbau zu haben, wurden ab den 60er Jahren zahlreiche Staudämme gebaut.
